Endometriose und Kinderwunsch

Bei der Endometriose handelt es sich um verlagertes Gewebe der Gebärmutter. Wie die Gebärmutterschleimhaut ist es am Menstruationszyklus beteiligt. Häufig treten Beschwerden während der Periode auf, die durch eine Endometriose ausgelöst werden. Symptome können Schmerzen während der Regelblutung sein, teilweise sogar heftige Krämpfe. Häufig kommt es zu Zyklusstörungen. Blut im Stuhlgang oder im Urin sind ebenfalls Symptome. Diese Symptome müssen allerdings nicht auftreten, da sie davon abhängig sind, wohin sich das Gewebe verlagert hat. Häufig bilden sich auch Zysten.

Die Endometriose ist behandelbar, kann jedoch jederzeit wieder auftreten. Häufig werden die Herde der Endometriose operativ entfernt. Viele Fälle bleiben unentdeckt, da die betroffenen Frauen beschwerdefrei sind, von daher gibt es kaum Statistiken zur tatsächlichen Häufigkeit dieser Gewebeverlagerung. Bei etwa 8 Prozent aller gynäkologischen Eingriffe jedoch handelt es sich um die Entfernung von Endometrioseherden und diese werden meist zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr diagnostiziert.

Ein Kinderwunsch trotz Endometriose ist durchaus realistisch. Meist verschwindet die Erkrankung sogar durch die Schwangerschaft. Sechzig Prozent aller Frauen mit Kinderwunsch und Endometriose werden problemlos schwanger. Viele Frauen mit Kinderwunsch trotz Endometriose können nach einem operativen Eingriff schwanger werden.