Wenn der Mann unfruchtbar ist

Medizinische Statistiken belegen, dass sich die Qualität des männlichen Samens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschlechtert hat. Man geht davon aus, dass zahlreiche Umwelteinflüsse hierfür verantwortlich sind. Nikotin und Alkohol sind weitere Faktoren, die sich erheblich auf die Samenqualität auswirken. Die männlichen Samenzellen sind sehr empfindlich. Sie entwickeln sich in einem Zeitraum von etwa sechs bis sieben Wochen und während dieser Entwicklungsphase können äußere Einflüsse sie stark schädigen oder sogar zerstören.

Bei Kinderlosigkeit wegen Unfruchtbarkeit des Mannes ist es häufig der Fall, dass zu wenige Samenzellen produziert werden. Häufig werden auch ausreichend Samenzellen produziert, aber viele hiervon sind defekt oder sind unbeweglich, das heißt, die Samenzellen weisen Abnormitäten auf. Dies kann unter Anderem hormonelle Ursachen haben, aber auch anatomisch bedingt sein. Eine gebrochene Krampfader kann eine Ursache für Sterilität beim Mann sein, aber auch die retrograde Ejakulation: in diesem Fall entleert sich der Samen in die Harnblase des Mannes, statt in die Scheide der Frau.

Entwickelt der Mann selbst Antikörper, welche die Samenzellen abtöten, liegt ein immunologisches Problem vor. In einigen Fällen kann dem Mann bei Unfruchtbarkeit auf operativem Weg geholfen werden, in anderen Fällen hilft eine Hormonbehandlung. Männer sollten sich bewusst machen, dass bereits kleine Mengen an Alkohol und Nikotin die Samenzellen deutlich reduzieren und schädigen können.